Freitag, 31. Juli 2015

Meine Gedanken über diesen Blog | BlogGedanken #1

Haay :) <3

ich habe lange überlegt, über was ich in diesem Blogpost sprechen will. Natürlich hätte ich einfach eine Rezension schreiben können, aber ich möchte, dass sie meine wirkliche ehrliche Meinung widerspiegeln und wenn ich durch das Privatleben mit Gefühlen zu kämpfen habe, könnte ich etwas falsches in eine Geschichte interpretieren.

Okay, jetzt genug als Vorwort. BlogGedanken. Was möchte ich damit sagen? Eigentlich sagt es schon der Name, aber ich sag es mal so: Ich möchte in unregelmäßigen Abständen ein Fazit über meinen Blog ziehen und meine Gedanken mit euch teilen.

Heute, nach über einen Monat, nach dem ich diesen Blog gestartet habe, ziehe ich ein Resümee. Ich bin überwältigt. Insgesamt 825 Seitenaufrufe, seitdem der Blog online ist. Ich merke, wie ich überlege, ob es interessant sein könnte, wenn ich dieses, oder dieses Buch rezensiere. Bin am überlegen, ob ich euch Reihen vorstellen soll, die ich schon länger habe. Wäre es interessant, dass ich diese Bücher hervorkrame und rezensiere, oder sollte ich Bücher rezensieren, die zur Zeit jeder rezensiert? Ein Teil von mir, möchte sich von den anderen Bloggern unterscheiden, andererseits weiß ich auch, dass ich erst mal eine feste Leserschaft brauche, um anders als andere zu sein. Aber kann ich nicht eine Leserschaft aufbauen, wenn ich es sofort so mache: Auf meiner eigenen Weise meinen Blog führen?

Dann frage ich mich, ob ich es richtig mache, habe ich mich für die richtigen Seiten (Leseliste/Monatsfavoriten, SUB, Bücher etc.) entschieden oder hätte ich andere wählen sollen? Interessiert euch, welche Bücher in meinem Regal stehen? Interessiert euch, welche Bücher auf meinem SUB-Stapel liegen? Interessiert euch, welche Bücher auf meiner Wunschliste stehen? Natürlich, viele haben solche Seiten auf ihrem Blog, aber muss ich, weil ich einen BuchBlog führen will, auch diese Seiten haben? Vielleicht mache ich mir auch nur zu viele Gedanken darüber und vielleicht ist es auch falsch, es mit euch zu teilen.

Dann frage ich mich, was ich mit dem Abschnitt „Fanfiction“ machen soll? Vielleicht haben es manche gesehen, ich habe die Seite „Fanfictions“ herausgenommen, aber nur, weil sie mir „falsch“ vorkam. Eigentlich nicht, wenn ich ehrlich mit mir bin. Oh man, ich weiß nicht, wie ich es wirklich beschreiben soll. Campus Liebe ist schon fertig geschrieben und auf Fanfiction.de veröffentlicht. Aber ich wollte/möchte sie hier euch vorstellen. Es ist lächerlich, denn es gibt sie schon, warum schicke ich euch nicht den Link und ihr könnt die Geschichte in einem durch lesen. Vielleicht sollte ich das tun, aber irgendwie behagt mir das nicht.

Alles in allem, weiß ich nicht, wie ich Bücher und meine Liebe zum Fanfiction schreiben vereinbaren soll in diesem Blog. Habt ihr Ideen? Habt ihr Ratschläge für mich?

Ich glaube, ich habe für das erste BlogGedanken genug preisgegeben. Wie am Anfang gesagt, weiß ich nicht, wann das zweite BlogGedanken online gehen wird, denn es sollte sich auch mit einem neuen Thema beschäftigen.


LG Jeanne Dawn

Donnerstag, 30. Juli 2015

#IchStelleMichVor | 20 Facts about ME

Haay :) <3

ich dachte, ich könnte mich mit dem "20 Facts about Me"-Tag bei Euch vorstellen. Dann wollen wir mal beginnen :)

  1. Ich heiße Janine
  2. habe grün-blaue Augen
  3. habe braune, schulterlange Haare
  4. bin nur 1,64 m groß
  5. Ich bin eher schüchtern
  6. Habe einen Kater mit dem Namen Tiger
  7. Ich habe mich – dank einer lieben Freundin – für Jeanne Dawn entschieden :) <3
  8. Ich bin Studentin
  9. Ich habe ein halbes Semester Mathematik studiert
  10. Jetzt studiere ich Angewandte Informatik
  11. Ich bin Single
  12. Ich liebe Bücher
  13. Momentan viel Young-Adult
  14. Ich schreibe unglaublich gerne Fanfictions
  15. überlege aber gerade, ob ich nicht eine ganz eigene Geschichte schreiben soll
  16. Durch die Bis(s)-Reihe bin ich zum Lesen gekommen
  17. und auch zum Schreiben :P
  18. wenn mir ein Buch einer Reihe gefallen hat, brauche ich sofort den zweiten Teil und nicht ein neues Buch aus meinem SUB, schrecklich, wenn der nächste Teil noch nicht draußen ist.
  19. Meine Lieblingsserien sind Bitten, Grey´s Anatomy, Supernatural, Bones und habe jetzt auch mit Forever angefangen.
  20. Ich habe lange Zeit verheimlicht, dass ich Fanfictions schreibe, nur meine Freundin wusste davon

Ich habe jetzt erst mal nicht mehr dazu zu sagen :)


Lg Jeanne Dawn

PS: Copyright bei den Bildern liegt ausschließlich bei mir!!

Donnerstag, 23. Juli 2015

„Es war vor knapp drei Jahren...“, beginne ich dann zu erzählen. (Isa) | Campus Liebe

Da bin ich wieder kurz präsent und stelle euch nun das vierte Kapitel von "Campus Liebe" vor!!


Abfuhr! Oder auch: Ich verliebe mich

Isas Sicht:

Plötzlich ist wieder alles anders. Levi ist wieder gesund, darf in den Kindergarten und ich kann endlich wieder in die Uni, aber seitdem habe ich Edward auch nicht wieder gesehen. Als wäre ich vom Erdboden verschluckt. Keine SMS und auch keinen Anruf. Kein Abendessen oder Frühstück. Ich bin am ersten Morgen sogar früher aufgestanden, um Brötchen aufzubacken. Aber Edward ist nicht aufgetaucht. Auch die nächsten Tage war seine Anwesenheit ein Traum. Selbst Levi hat mich schon gefragt, wo Edward denn bleibt. Levi mag Edward richtig gern und findet es schade, dass er nicht mehr vorbei kommt. Vielleicht habe ich mich auch viel zu sehr daran gewöhnt und habe Levi an zu vielem teilhaben lassen. Man lernt wohl nur aus Fehlern und das werde ich nicht so einfach durchgehen lassen. Ich muss an Levi denken und ich habe ihm gesagt, ich kann keine Bettgeschichte sein und genau das war ich wohl nur für ihn. Es schien die ganze Woche nicht so zu sein, als würde ich das für ihn sein, aber da er uns jetzt seit zwei Wochen ignoriert, muss ich doch stark davon ausgehen.

Ein warmer Tag, den ich direkt ausnutzen muss. Ich habe mich ein wenig früher von der Uni davongemacht und habe Levi abgeholt. Wir wollen in den Park mit Anschluss an einen kleinen See, wo man sogar schwimmen gehen kann. Levi tänzelt vor mir herum und freut sich anscheinend sehr, den Tag mit mir zu verbringen.

Nicht so weit weg laufen, Levi.“, rufe ich ihm hinterher, als er plötzlich los sprintet. Er scheint es aber gar nicht zu hören und stürmt immer weiter. Seufzend jogge ich ihm hinterher und halte ihn dabei im Blick. Zum Glück habe ich nicht allzu viel bei, sodass ich ihm leicht hinterher komme. Als er dann zu nah ans Wasser kommt, lasse ich meine Tasche fallen und sprinte ihm hinterher. Drei Meter vor dem Wasser, kriege ich ihn am Arm zu fassen. Ich schnaube vor Anstrengung und Levi schaut mich nur unschuldig an.

Du solltest nicht so weit weglaufen. Wasser ist gefährlich, Schatz.“, sage ich wütend, weil es mir nicht gefällt, dass er nicht auf mich hört und das hat er immer gemacht. Hat Edwards kurze Anwesenheit mehr angerichtet, als ich zuerst gedacht habe. Ich nehme Levis Hand in meine und ziehe ihn zurück zur Tasche, die ich habe fallen lassen. Der Tag scheint doch nicht so entspannt zu verlaufen, wie ich gehofft hatte. Kaum haben wir eine Stelle entdeckt, habe ich die Decke ausgebreitet und in dem Moment ist Levi wieder ausgebüxt. Ich habe ihn gerade noch einfangen können, bevor er den ersten Fuß ins Wasser setzen konnte. Damit musste ich ihm dann drohen, dass wir sofort nach Hause gehen, wenn er noch einmal wegrennt. Zurück zur Decke hatte ich dann zehn Minuten Ruhe, da er mit einem Schokoriegel beschäftigt war. Danach sind wir ins Wasser. Er mit Schwimmflügeln und Badehose und trotz Schwimmflügeln, ist er nur auf meinem Arm geblieben. Ich habe meinen alten Bikini herausgekramt und unter meiner Kleidung versteckt gehabt. Als wir das Wasser wieder verlassen haben, hatte Levi schon leicht bläuliche Lippen. Ich habe ihn in ein Handtuch gewickelt und neben mir auf die Decke gesetzt und während ich mich selber abgetrocknet habe, hat er sich von den Handtüchern befreit und ist wieder abgehauen. Diesmal aber in die andere Richtung. Wieder sprinte ich ihm hinterher, als er diesmal der Hauptstraße zu nahe kommt. Diesmal bin ich aber nicht rechtzeitig da, aber jemand anderes ist so frei und greift sich meinen Sohn. Als dieser sich erhebt erkenne ich darin Edward. Wut steigt in mir hoch. Er meldet sich die ganze Zeit nicht und dann taucht er genau da auf, wo ich einen Nachmittag mit meinem Sohn verbringen wollte.

Was machst du hier?“, frage ich ihn wütend.

Anscheinend deinen Sohn vor der Straße retten.“, sagt er gelassen und der gleichgültige Ton in seiner Stimme ist zurückgekehrt.

Ich habe sicherlich nicht nach deiner Hilfe gefragt.“, sage ich tonlos, weil der Stich in meinem Herz viel zu stark ist. Ich habe mich so in ihn getäuscht. Ich habe gehofft, dass er sich ändern könnte, aber ich sehe doch den Beweis, dass man sich nicht ändern kann. Er ist genauso, wie er sein will. Er will sich nicht verändern. „Levi, komm wir gehen nach Hause.“, sage ich nun zu meinem Sohn und greife nach seiner Hand. Edward lässt ihn sofort los und ich mache mich ohne ein weiteres Wort auf den Weg. Schnell habe ich meine Kleidung angezogen und auch Levi angekleidet und sind dann auf den Weg nach Hause, als wir erneut Edward über den Weg laufen. Ich will einfach an ihm vorbei gehen, aber er greift nach meiner Hand. Einen Moment bin ich nicht mehr im Park, sondern in meinem alten Kinderzimmer, wie sich Jakob über mich beugt und seine nassen Lippen auf meinen Hals drückt. Seine Hände haben mich am Oberarm gepackt gehalten, damit ich mich nicht wehren kann und ihm hat es sichtlich Spaß gemacht. Seine Errektion hat sich fest an meinen Bauch gedrückt, während er sich genüsslich an mir ausgetobt hat...

Lass mich los.“, sage ich gefährlich leise und kämpfe mich selbst aus der Erinnerung. Jegliches Gefühl verdränge ich aus meinen Gedanken und Edward löst sich sofort von mir und hebt die Arme entschuldigend nach oben.

Ich wollte nur mit dir reden.“, sagt er im beruhigenden Ton, aber die herablassende Art kann er eindeutig nicht wirklich zur Seite legen.

Du hast dich nicht gemeldet, also weiß ich doch schon alles, was ich wissen muss.“, sage ich tonlos und will mich nun an ihm vorbeischieben, aber Edward macht einen Schritt zur Seite, sodass ich stehen bleiben muss, außer ich will gegen ihn stoßen.

Isa. Ich möchte dir das alles erklären.“

Es gibt nichts zu erklären. Lass mich durch.“

Endlich tritt er zur Seite, aber sein Blick sagt etwas anderes aus. Er möchte wirklich mit mir reden, aber ich bin viel zu wütend, als das ich klar denken könnte.

Bitte, Isa. Ich habe mich in dich verliebt.“, ruft er mir leise hinterher, als ich schon an ihm vorbei bin. Levi trottet mir einfach an der Hand hinterher. Als ich die Worte höre, bleibe ich stehen. Bin aber nicht bereit, mich umzudrehen.

Edwards Sicht:

Bitte, Isa. Ich habe mich in dich verliebt.“, sind meine Worte an sie, als sie schon an mir vorbei und damit aus meinem Leben verschwindet. Als genau das mir klar geworden ist, musste ich ihr einfach sagen, warum ich die letzten zwei Wochen nicht vorbei gekommen bin. Es war nicht wirklich fair und auch nicht richtig, aber ich konnte nicht zu ihr hin und so tun, als wäre alles in Ordnung. Ich hätte ihr aber wenigstens eine SMS schreiben können, aber das habe ich nicht gemacht. Ich habe das aufkeimende Vertrauen zerstört und ihre Reaktion ist vollkommen verständlich. Sie muss an ihren Sohn denken und ihm habe ich auch wehgetan, weil er mich gemocht hat. Kleinkinder sind aber nicht so nachtragend, was ich sofort an Levis Gesicht gemerkt hatte. Aber das ist nicht von Bedeutung, wenn Isa so wütend auf mich ist.

Sie bleibt erstarrt stehen, aber sie dreht sich nicht um. Ich bleibe so stehen, weil ich die Anspannung in ihrem Körper nicht sehen will. Ich kann es nicht ertragen, wie sehr ich sie verletzt habe. Ich weiß nicht, ob die Worte überhaupt Gehör bei ihr finden, aber ich hoffe es wirklich.

Es tut mir leid.“, flüstert sie und geht den Weg einfach weiter. Jetzt muss ich mich doch umdrehen und ihr hinterherschauen.

Mir tut es leid.“, sage ich noch, aber ich bin mir sicher, dass sie es nicht gehört hat. Es ist die reine Wahrheit. Ich habe mich in sie verliebt, ob ich es möchte oder nicht. Als ich Levi abgefangen habe, war ich mir nicht sicher, wie ich damit umgehen soll. Aber ihre Wut zu sehen und später auch die Panik, hat mir den Rest gegeben. Ich werde um sie kämpfen und ich werde mich verändern. Sie hat mich schon jetzt verändert und das ist unwiderruflich. Ich kann nicht mehr zu dem zurückkehren, was ich vor Isabella war. Ich habe noch nicht mal mehr den Drang, mich wie ein Macho zu verhalten. Aber so habe ich mich gerade verhalten und das tut so weh, dass ich für Isas Schmerz verantwortlich bin. Zwei Wochen sind eine lange Zeit und man kann sich viel einreden, wenn man viel Zeit hat.

Ich gebe ihr einen Tag, damit sie die Worte verarbeiten kann, dann werde ich vor ihrer Haustür stehen. Vielleicht zum Frühstück am Morgen. Ich kann nicht aufgeben, wo ich jetzt weiß, was ich will. Ich will sie. Ich will sie und ihren Sohn. Ich wusste gar nicht, dass ich mir eine Familie wünsche. Meine eigene Familie. Natürlich hätte ich lieber mein eigenes Kind um mich herum, aber Isa gibt es nun mal nur mit Levi und Levi ist ein gutes Kind. Ich mag ihn und sie verlangt nicht von einem, dass man den Vater ersetzt. Ein guter Freund reicht ihr doch, aber man muss ihren Sohn akzeptieren. Dazu gehört aber auch, dass man sie einfach nicht mehr beachtet.

Am nächsten Morgen...

Ich stehe mit Brötchen vor ihrer Tür und klingele einmal, dann noch einmal, aber sie reagiert einfach nicht. Ich habe die Schritte zur Tür kommen gehört, also weiß sie, dass ich es bin. Trotzdem hat sie einfach nicht geöffnet. Es tut mir so weh, dass ich alles zerstört haben soll, aber verstehen kann ich sie auch. Ich bin es wohl selbst schuld. Aber das bedeutet nicht, dass ich so schnell aufgebe. Ich warte vor ihrer Tür, bis sie herauskommt und sie ignoriert mich einfach. Levi schaut mich lächelnd an. Er versteht das ganze nicht, folgt aber Isa die Treppe nach unten.

Es tut mir leid.“, sage ich im Flur, es erreicht Isa aber nicht mehr. Ich werde nicht so leicht aufgeben, aber ich kann nicht sagen, dass es einfach wird. Aber vielleicht ist es deswegen auch so viel Wert. Ignoranz ist auch ein Gefühl, also fühlt sie irgendetwas für mich. Wenn auch momentan nichts gutes, aber sie fühlt was. Das muss ich ausnutzen. Nur wie kriege ich sie dazu, dass sie mir zuhört. Vielleicht kann mir Angela auch helfen. Aber erst versuche ich es nochmal die nächsten Tage.

Bellas Sicht:

Seit dem ersten Mal, dass Edward vor meiner Tür aufgetaucht ist, kommt er immer wieder vorbei. Ich weiß nicht, ob ich etwas mit seinen Worten anfangen kann. Ob ich etwas mit ihnen anfangen will.

Mein Handy piept und das stört mich. Levi sitzt in der Badewanne und planscht freudig auf, während ich nachher das ganze Badezimmer putzen darf. Es piept noch einmal und da muss ich dann doch die Stirn runzeln. Eine SMS zu bekommen ist normal, zwei kurz hintereinander eigentlich unmöglich. Mit einer Hand halte ich Levi am Arm fest und mit der anderen greife ich nach dem Handy auf der Waschmaschine.

Die erste ist von Edward, also ignoriere ich sie und wende mich der zweiten zu. Sie ist von Angela.

Süße. Möchtest du ihm nicht mal eine Chance geben?

Woher weiß sie denn davon. Ich habe ihr nur gesagt, dass ich mit Edward keinen Kontakt mehr haben möchte. Aber nicht, dass er noch immer vesucht mit mir in Kontakt zu treten. Also bin ich doch gezwungen, Edwards SMS zu lesen. Also öffne ich seine auch noch.

Bitte, lass uns reden. Ich möchte dir wenigstens erklären, warum ich mich nicht gemeldet habe. Ich warte auf dich an dem Ort, wo wir uns zum ersten Mal über den Weg gelaufen sind.

Ich will da nicht hingehen. Ich kann und werde dem Befehl nicht nachgeben. Das kann ich einfach nicht. Einmal komme ich hier nicht weg, immerhin hab ich Levi, den ich nicht einfach allein lassen kann und um die Uhrzeit kann ich ihn sicherlich nicht mehr durch die Gegend tragen. Er wird gleich Essen und dann schlafen. So einfach ist das und dann werde ich mich mit einem gutem Buch auf die Couch setzen und lesen. Das habe ich viel zu viel vernachlässigt in den letzten Wochen. Bevor ich aber weiter Ausreden finden kann, kommt eine weitere SMS an, die ich ohne nachzudenken öffne.

Isabella. Du wirst dich mit ihm treffen. Ich bin schon auf dem Weg zu dir.

Angela. Warum sollte ich denn dahin gehen? Sollte ich mir die nächste Abfuhr abholen oder soll ich ihm nochmal ins Gesicht sagen, dass ich mich auf keinen unzuverlässigen Mann einlassen kann? Wie oft muss ich das denn noch sagen, bis er es verstanden hat. Ich habe ein Kind, was ich nicht vernachlässigen darf. Da Angela trotzdem gleich vor der Tür stehen wird, werde ich Levi wohl oder übel aus der Badewanne verfrachten und das findet er gar nicht so toll. Das Baden selber liebt er, weswegen er gar nicht mehr herauskommen will. Aber jeder muss irgendwann mal wieder aus dem Wasser kommen und so auch Levi. Trotzdem schreit er wie am Spieß und hört auch nicht auf, als Angela vor der Tür steht. Sie aber lächelt nur darüber hinweg, umarmt mich stilsicher und Levi ist zwischen uns geklemmt. Dann geht sie einfach an mir vorbei ins Schlafzimmer und sucht anscheinend nach irgendetwas. Als ich ihr folge, hat sie sich im Kleiderschrank vergraben.

Was machst du da bitte schön? Ich werde nicht dahin gehen.“, frage ich sie ruhig.

Du brauchst etwas zum...“, beginnt sie, kommt dann aus dem Schrank und schaut mich entsetzt an. „Er macht sich solch eine Mühe und du willst ihm noch nicht mal zuhören? Nein, Fräulein. So kommst du mir nicht davon. Ich werde dir jetzt etwas zum Anziehen raussuchen, du wirst dich anziehen und dann sperre ich dich aus deiner eigenen Wohnung aus, damit dir nichts anderes übrig bleibt, als dahin zu gehen. Sonst kommst du nämlich nicht mehr hier herein.“, erklärt sie einfach weiter, während sie den Kopf wieder in den Schrank steckt.

Warum lässt mir keiner meine eigene Entscheidung? Immer wird sie mir weggenommen. Eine einzige Entscheidung habe ich getroffen, seit ich denken kann und deswegen ist das Verhältnis zu meinen Eltern nicht mehr wirklich das Beste. Was hätte ich denn anders machen sollen? Ich hätte doch niemals mein Kind abtreiben können, auch wenn er nicht geplant und gewollt war. Auch wenn er nicht auf normaler Weise gezeugt wurde...

Hier.“, sagt Angela wieder und hält mir eine Jeans und ein Top hin. Für das Wetter draußen genau das Richtige. Seufzend nehme ich es entgegen, während Angela meinen Sohn übernimmt. Zumindest hat er aufgehört zu schreien. „Dann machen wir dir jetzt etwas zu Essen und danach geht es ins Bett.“, lächelt sie meinen Sohn an und verschwindet, sodass ich mich fertig machen kann.

Halbe Stunde später...

Warum mache ich das hier eigentlich? Ich sollte jetzt zuhause mein Buch lesen und nicht in der Kälte draußen stehen und auf den Sandmann warten. Okay, ich bin ein wenig hysterisch und geladen, weil es bessere Orte gibt, als der Campus, wo ich um diese Uhrzeit sein möchte. Hatte er nicht geschrieben, dass er auf mich warten würde? Das sieht ja wohl nicht danach aus, als hätte er wirklich auf mich gewartet. Wo ist er denn dann abgeblieben? Dann kann ich wohl wieder nach Hause gehen, Angela in den Hintern treten und den Abend besser ausklingen lassen.

Es tut mir leid. Es tut mir so leid.“, höre ich plötzlich sprechen, aber es hört sich zu künstlich an. Ich drehe mich im Kreis, kann aber immer noch niemanden erkennen.

Ich mache Fehler, denn ich bin ein Mann, der Fehler macht. Ein Mann, auf dem herumgetrampelt wurde und dessen Herz zu Eis gefroren ist.“, höre ich weiter sagen und die Stimme hört sich so verletzlich an. Ich weiß, dass nur Edward diese Worte gesprochen haben kann.

Ich bin ein Mann, der eine Wand vor seinem Inneren aufgebaut hat, damit er sich nie mehr mit der Liebe auseinandersetzen muss.“, bricht es aus der Stimme hervor. Mir laufen die Tränen über die Wangen, obwohl es gar nichts mit mir zutun hat.

Dann traf ich ein Mädchen, was so ganz anders war, als mit denen ich mich vorher abgegeben habe. Sie war schüchtern, zurückhaltend und wirkte so verletzlich.“, sagt die Stimme nun mit einem Lächeln.

Sie war wunderschön und sie hatte jemanden besseren verdient als mich. Ich habe es wirklich versucht. Ich habe versucht, sie nicht auf dem Campus zu suchen, was auch recht gut klappte. Ich habe sie fast vergessen, bis auf ihr Bild in meinem Kopf.“, wird sehnsuchtsvoll gesagt.

Partys sind schon was feines. Das Bild konfrontierte mich wieder und mir wurde endlich klar, was ich so tief vergraben habe. Ich wollte geliebt werden. Ich wollte wirklich und aufrichtig geliebt werden. Aber nicht nur von irgendeinem, sondern von diesem Mädchen. Von dem Mädchen, was mein Denken von Grund auf verändert hat.“, sagt Edwards Stimme weiter.

Dann aber lernte ich das wahre Mädchen kennen. Sie ist gar nicht so schwach, sondern unglaublich stark. In so jungen Jahren muss sie mit der Härte des Lebens zurechtkommen und sie meistert es leicht. Ich habe sie beobachtet. Sie ist so viel stärker als ich. Ich habe aufgebeben. Ich habe mir nicht eingestehen wollen, dass Liebe auch in meiner Welt existieren kann. Jetzt weiß ich, was ich empfinde, was mich so gefesselt hat. Ihre Schönheit hat mich nur geblendet. Unschuld und Unbeholfenheit haben ihren ersten Eindruck geblendet. Ihre Willenskraft, ihr unglaublich starker Glauben an das Richtige auf dieser Welt. Ihre unglaublich kräftige Liebe zu ihrem Sohn. Das zieht mich an und ich weiß nicht, warum ich es ein zweites Mal aufgeben wollte. Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass ich ein Feigling bin.“, sagt die Stimme wieder. Plötzlich erhellt sich irgendwo in der Ferne ein Licht, dann noch eins, als wäre eine Lichterkette angemacht worden. Dann plötzlich wird mir klar, dass es eine Lichterkette ist, die an den Bäumen in der Nähe befestigt worden sind.

Ich habe ihr Vertrauen verletzt und damit die Chance, sie und ihren Sohn besser kennzulernen. Es tut mir leid, Isabella. Ich kann mich nur immer wieder entschuldigen, aber ich bin ein verliebter Mann, der vor seinen Gefühlen lieber wegrennen wollte, als sich ihnen zu stellen.“, sagt die Stimme zum Schluss und dann verstummt die Welt um mich herum. Ich weiß nicht, wie lange ich noch hier stehe, bis sich plötzlich eine Gestalt vor mir aufbaut und auf mich zu kommt. Irgendwann erkenne ich Edward in den Konturen und mir laufen die Tränen nur so über die Wange. Als er vor mich tritt, kann ich nicht mal mehr atmen und ich muss mich wirklich zusammenreißen.

Ich lüge dich nicht an, wenn ich sage: Ich habe mich in dich verliebt. Ich möchte an deinem Leben teilhaben.“, sagt Edward nun direkt zu mir und ich muss einen Schritt zurück machen. Das geht mir viel zu schnell. Ein Teil von mir findet das unglaublich süß und will ihn sofort in den Arm nehmen, aber der andere Teil schreit mich an. Es will, dass ich das Weite suche. Das hier ist zu viel. Wir kennen uns doch kaum. Wir haben ein paar Abende zusammen verbracht. Mehr nicht. Edward hält mir die Rosen aus seiner Hand entgegen und ich kann nur darauf starren. Es ist zu schnell, schießt mir wieder mal durch den Kopf.

Das... das ist zu viel.“, stoße ich hervor und mache noch einen Schritt zurück. Panik nimmt Besitz von mir.

Isa.“, flüstert Edward leise.

Es geht mir viel zu schnell.“, höre ich mich selber sagen.

Ich erwarte nichts von dir. Ich möchte nur wieder mit dir reden dürfen.“, sagt Edward und merkt langsam selbst, dass es hier zu viel ist.

Ich weiß nicht, was ich denken soll...“, gebe ich zu und gebe mich beinahe dem Wunsch hin zu flüchten. Ich möchte hier nur noch weg.

Isa, bitte.“, sagt Edward noch, aber ich reagiere nur noch. Erst als ich mich abgewendet habe, wird mir bewusst, was seine Worte bedeuten. Ich flüchte vor ihm und seiner Liebeserklärung. Dabei habe ich mich ebenfalls Hals über Kopf in ihn verliebt. Dieser Gedanke veranlasst mich dazu, ein paar Meter später stehen zu bleiben. Er spricht davon, dass er vor seinen Gefühlen davon gelaufen ist und ich mache gerade nichts anderes. Ich bin nicht besser. Dann finde ich mich auf den Knien wieder. Ich schlage mir die Hände vors Gesicht und schluchze einfach herzzerreißend.

Ich spüre Edward Anwesenheit und dann auch seine Hände auf meiner Schulter.

Ich renne nicht weg.“, flüstere ich eher zu mir selbst, als zu ihm.

Nein, weil du viel stärker als ich bist.“, stimmt Edward mir zu.

Ich renne nicht weg, weil ich es nicht schaffe, dir so wehzutun, wie du mir wehgetan hast.“, sage ich leise.

Das habe ich alles verdient.“, erwidert er nur und ich höre den Schmerz in seiner Stimme. Langsam beruhigt sich meine Atmung und ich stehe wieder auf. Ich drehe mich herum und schaue zum ersten Mal wieder in seine Augen. Schmerz und Leid spiegeln sich darin wieder und einzelne Tränen glänzen auf seinen Wangen.

Nein, dass hast du nicht. Du hast etwas besseres verdient.“, widerspreche ich ihm.

Verdreh bloß nicht die Rollen.“, warnt er mich.

Mache ich nicht. Du weißt nicht so viel über mich, wie du vielleicht glaubst. Wenn du die ganze schreckliche Wahrheit kennen würdest, würdest du sicherlich nicht hier stehen.“, presse ich hervor.

Dann erzähl es mir.“, fordert er mich auf.


Es war vor knapp drei Jahren...“, beginne ich dann zu erzählen.

Dienstag, 21. Juli 2015

Ein Ende der Rebellen? - Ein friedliches Leben in Illéa? | Rezension

Buch: Selection – Die Erwählte
Autorin: Kiera Cass
Verlag: Fischer Sauerländer
Seitenanzahl: 384 Seiten
Form des Buches: Hardcover
Preis: 16,99 €

Klappentext:
Der dritte Band des Weltbestsellers ›Selection‹!

35 perfekte Mädchen waren angetreten. Nun geht das Casting in die letzte Runde: Vier Mädchen träumen von der Krone Illeás und einer Märchenhochzeit. America ist noch immer die Favoritin des Prinzen, doch auch ihre Jugendliebe Aspen umwirbt sie heftig. Sie zögert, denn sie liebt beide. Doch jetzt ist der Moment der Entscheidung gekommen: America hat ihr Herz vergeben, mit allen Konsequenzen. Komme, was wolle …

Fortsetzung der romantischen ›Selection‹-Serie für Mädchen ab 14!

Selection – Die Elite‹ schoss bei Erscheinen in den USA direkt auf Platz 1 der New York Times Bestsellerliste!

Selection‹ und ›Selection – Die Elite‹ standen monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste! (Quelle: amazon.de)

Cover
Das Cover ist einfach perfekt und zeigt deutlich, was das große Thema ist, worum es in dieser Reihe geht. Das Kleid ist pompös, aber gleichzeitig königlich überwältigend.

Protagonisten
America – Sie ist sich nun ihrer Gefühle sicher und versucht das Vertrauen – was sie am Ende des letzten Teiles verloren hat – wiederzugewinnen. Einerseits versucht sie sich bei der Bevölkerung beliebt zu machen, gleichzeitig bleibt sie ihrer Meinung treu. Sie wird vom König bedroht, sie lässt sich aber nicht davon unterkriegen. Gleichzeitig verheimlicht sie Maxon immer noch, was es mit Aspen auf sich hat. Sie hat deswegen ein schlechtes Gewissen, bekommt aber nicht die Chance es ihm zu erklären. Gleichzeitig wird der Kampf der letzten übrig gebliebenen Mädchen sicht- und spürbar. Auf der anderen Seite kämpft America gegen die Südrebellen. Maxon verlässlich an ihrer Seite.
Maxon – Bei ihm konnte man sich nie so sicher sein, was er jetzt für das jeweilige Mädchen empfindet. Trotzdem bin ich mir sicher, dass er wirkliche und ehrliche Gefühle für America hat. Seine Unsicherheit kann man verstehen, weil so viel von seiner Entscheidung abhängt. Immerhin soll er die Prinzessin an seiner Seite aussuchen. Unter Druck seines Vaters gestellt, versucht er das bestmögliche daraus zu machen. Gleichzeitig arbeitet er im Hintergrund daran, alles besser zu machen. - Spoiler- Er lässt sich auf ein Gespräch mit den Nordrebellen ein und schlussendlich bildet sich eine geheime Allianz.

Meine Meinung
Ich finde, die Wendung, die dieser Teil des Buches genommen hat genau richtig. In den vorherigen Teilen: Eine Rebellengruppierung greift an, sie verstecken sich. Versuchen gar nicht herauszufinden, war sie denn eigentlich wirklich wollen. Gehen nicht auf das Volk ein, was leidet.
Jetzt agiert Maxon und America im Untergrund, um den Rebellen ein Ende zu bereiten.
Natürlich kommt es zum Ende hin doch noch zu dem großen Knall, der aufregend und atemraubend ist. Beim ersten Lesen konnte ich nicht aufhören, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Schrecklich und spannend zu gleich. Das Ende kam für meinen Geschmack ein wenig zu kurz, aber es macht der Geschichte selber keinen Abbruch.

Fazit
Ein gelungener Abschluss von der Geschichte Maxon und America. Wem die ersten Teile gefallen haben, dann wird auch dieser Teil einem gefallen. Ich vergebe dem Buch 5/5 Sternen, weil es einfach gelungen ist. Ich habe mich in die Reihe verliebt, und kann sie jedem empfehlen, der Dystopie-Geschichten mag, plus einer Liebesgeschichte, die anders beginnt, als man in typischen Büchern liest.

Montag, 20. Juli 2015

Mein Semesterende | Lesemonat Juli 2015

Haay :),

Okay, okay, ich weiß, wir haben gerade erst den 20ten des Monats, aber wie immer im Juli, ist das Semesterende nahe und damit auch Klausuren an der Tagesordnung. Für mich heißt es, dass ich nicht in meiner Freizeit lesen kann und damit auch keinen wirklichen Lesemonat mit euch teilen kann :*(

Wie ihr vielleicht schon in der Leseliste gelesen habt, habe ich dennoch schon ein paar Bücher geschafft, über die ich euch kurz etwas mitteilen möchte.

Vampire zum Frühstück – Michele Barnsley – Ich liebe dieses Buch. Ich habe die Auflage vom Cora Verlag und sie steht auch schon ein wenig länger in meinem Regel. Es ist der dritte Teil der Geschöpfe der Nacht-Reihe der mystery Roman-Reihe. Als ich es das erste Mal gelesen habe – was schon ein paar Jahre her ist – fand ich es amüsant und habe mit der Protagonisten mitgefiebert, obwohl sie auch ein wenig naiv und unsicher auf mich gewirkt hat. Natürlich kann sie nicht alles in ihrem Leben hinnehmen, wie es sich momentan verändert, aber es ist naiv, sich trotzdem überall einzumischen. In dem Wissen, dass es eine einfache Lektüre ist – habe ich mich wieder mal dazu entschlossen, es aus meinem Schrank zu holen und zu lesen :) Es war noch immer so, wie ich es in Erinnerung hatte und besonders hat es mir Spaß gemacht, neben dem Lernen in eine Welt abzutauchen, die sich nicht um charakteristische Polynome oder Codes dreht. Eine gute Ablenkung, wenn der Kopf einmal voll ist. Ich kann es empfehlen. Ziemlich einfach, aber für eine angespannte Situation einfach perfekt.

Blind Date mit einem Vampir – Katie MacAlister – Ich habe die Reihe lange verschmäht, weil es mich nicht wirklich interessiert hat. Das Cover hat mich nicht wirklich angelockt und auch der Klappentext war nicht wirklich überzeugend. Trotzdem habe ich dem Buch eine Chance gegeben. Ich wusste über das ganze Buch hinweg nicht, was ich davon halten sollte. Das Buch hat mich überhaupt nicht überzeugt und es gefällt mir gar nicht. Schlussendlich bleibt die Reihe im Regal meiner Mutter und ich werde sie nicht weiter verfolgen. Vielleicht werde ich noch eine Rezension dazu befassen, aber das wird erst nach der Klausurphase in Angriff genommen, wenn ich mich dazu überwinden kann.
Nur ein kurzes Schlusswort dazu: Ich habe zu meiner Mutter gemeint, die Protagonistin würde zwar gute Kommentare loslassen, aber es bringt mich einfach nicht zum lachen. Das soll schon etwas darüber aussagen, wie ich das Buch finde. Vielleicht bin ich aber auch zu pessimistisch an das Buch herangegangen. Wer weiß das schon?

Die Selection-Reihe – Okay, ich habe schon letzten Monat diese Bücher gelesen, aber ich fand sie so gut, dass ich sie diesen Monat rereaden musste. Es gibt auch nicht zu viel darüber zu sagen, denn ich habe es schon im Lesemonat Juni (Link zum Lesemonat Juni einfügen) bekanntgegeben. Genauso da ich schon von Selection (Link zur Rezension) und Selection- Die Elite (Link zur Rezension) die Rezensionen veröffentlicht habe und dort auch meine Meinung preisgegeben habe. Vom dritten Teil wird sie in den nächsten Tagen folgen, wenn ich sie fertig bekomme.

City of Fallen Angels – Die Chroniken der Unterwelt – Cassandra Clare (als E-Book) – Ich halte eigentlich nicht viel von E-Books und es fällt mir einfach schwer, mit dem schweren Tablet-Pc Bücher zu lesen. Dann will die App mal nicht, oder der Akku ist zur absolut schlechtesten Zeit leer. Deswegen habe ich auch so lange um diesen Teil der Reihe herumgeschlichen. Mal ein paar Seiten gelesen und dann doch wieder weggepackt und andere Bücher gelesen. Aber jetzt habe ich nicht wirklich etwas anderes gehabt und damit begonnen. Ich muss sagen, ich weiß nicht, was ich von Jace in diesem Teil halten soll. Natürlich, er wollte Clary nicht verletzen, aber ich dachte, sie führen eine Beziehung?
Zudem mich dieses nebenherlaufen gestört hat. Die Geschichte von Simon und die von Clary, die sich dann an dieser oder dieser Situation begegnet sind. Mir fiel es schwer zu glauben, dass nun niemand mehr eine Konstante in seinem Leben haben sollte. Sie verschweigen sich gegenseitig etwas und betiteln sich dennoch als beste Freunde.

Mein letztes Buch: Ein Vampir zum Vernaschen – Lynsay Sands – Ich habe es zu diesem Zeitpunkt noch nicht durch, aber ich liebe es. Ich liebe die ganze Reihe von Lynsay Sands und es macht immer wieder Spaß, sich einzelne Teile heraus zu picken und es erneut zu lesen. Dieses Mal ist es die Geschichte zwischen Lucern Argeneau und Kate C. Leever. Autor und Lektorin. Mürrischer Mistkerl und um den Job bangende Frau.
Ein Ausschnitt: >> „Na gut, also wirst du nicht aus einem hohen Fenster steigen müssen. Du könntest es aber mitnehmen, falls du jemanden fesseln musst.“
Hmm“ Lucern griff nach dem nächsten Gegenstand. „Klebeband?“ Er holte eine von den breiten, silbernen Band heraus. Selbst im Dunkeln konnte er sehen, wie sie rot wurde.
Dad sagte immer, es gibt keinen Job, bei dem Klebeband nicht nützlich wäre“, sagte sie lahm. Dann reckte sie die Schultern und fügte hinzu: „Du kannst das Glas damit bekleben, bevor du ein Fenster zerbrichst. Das macht weniger Lärm. Oder wir müssen vielleicht jemanden fesseln, und dieses Zeug lässt sich unmöglich zerreißen.“
Ich dachte, dafür hätten wir schon das Seil.“ << (Ausschnitt aus dem oben genannten Buch!!)
Einfach unglaublich lustig :)

So das war es dann wieder von mir :) Ab Anfang August habe ich mehr Zeit für den Blog und dann wird es auch regelmäßige Rezensionen, Buchvorstellungen und Lesemonate und -wochen.

Lg Jeanne Dawn

Donnerstag, 16. Juli 2015

Guten Morgen, ich hoffe, ich habe dich nicht geweckt (Edward) | Campus Liebe

Hier kommt dann das dritte Kapitel von Campus Liebe :)



Kindesbettruhe?, oder Belastungen des Alltags


Isas Sicht:

Ich weiß nicht, wie lange Edward und ich im Wohnzimmer gesessen haben und uns einfach nur unterhalten haben. Zu einem späteren Zeitpunkt ist Levi wach geworden und wollte einfach nicht mehr schlafen. Ich kann mich daran erinnern, dass Edward die Rennkünste meines Sohnes bestaunt hat, aber mehr ist eher in eine Wolke gepackt. Ich bin mir aber sicher, dass Edward sich kurz darauf verabschiedet haben muss. Ich wüsste sicherlich, wenn mehr zwischen uns passiert wäre. Deswegen hacke ich den Abend als schön ab und klettere aus meinem Bett. Über dem Schaukelstuhl, den ich in meinem Schlafzimmer stehen habe, liegt noch eine Jogginghose und ein Top, welches ich mir überstreife, bevor ich in die Küche schlendere. Als erstes werfe ich die Kaffeemaschine an, dann mache ich mich daran, Brötchen aufzubacken und den Tisch zu decken. Als ich mir die erste Tasse Kaffee eingießen will, klingelt es an der Tür. Levi schläft noch friedlich, was ich mit einem kurzen Blick feststelle und gehe dann weiter zur Tür um den Summer zu betätigen. Mit einem Gähnen öffne ich die Tür und mein Mund bleibt vor Erstaunen offen stehen.

Guten Morgen, ich hoffe, ich habe dich nicht geweckt.“, sagt er entschuldigend und lächelt ein unglaublich sexy Lächeln, von dem mir die Knie weich werden, ohne das ich es wirklich will. Edward sieht wirklich sexy aus, mit der Jeans und einem Hemd. Sein Haar steht wie immer wirr vom Kopf ab, aber seine Augen sind hell und blicken zufrieden zu mir herab. „Ich hab dir Frühstück mitgebracht, aber so wie es hier riecht, komme ich zu spät.“, erzählt er weiter, als ich es gerade mal schaffe, meinen Mund zu schließen.

Oh. Ich erinnere mich nicht daran, dass wir so was ausgemacht hätten.“, sage ich zerknirscht und Edward lächelt mich einfach unvermindert an.

Keine Angst, wir haben nichts ausgemacht. Ich fand den Abend gestern ganz schön und wollte mich mit einem gemeinsamen Frühstück bedanken.“, beschwichtigt er mich sofort und endlich kann ich ein Lächeln auf mein Gesicht zaubern.

Ich fand den Abend auch schön. Aber deswegen hättest du nicht herkommen müssen. Musst du nicht arbeiten?“, frage ich ihn, als ob ich ihn loswerden wollen würde, aber ich möchte nicht, dass er wegen mir Ärger bekommt.

Alles ist gut.“, lächelt er und ich lasse ihn herein. Er tritt über die Schwelle und achtet darauf, mich nicht zu stark dabei zu berühren, aber die kleinste Berührung lässt Schauer über meinen Rücken laufen. Zittrig folge ich ihm nun in die Küche und lächele vor mich hin, als Edward den Kaffee in die Tasse gießt, als würde er hier wohnen. Dann reicht er die Tasse mir und füllt sich selbst eine Tasse mit dem Gebräu. Dann dreht er sich zu mir um und lächelt mich entschuldigend an.

Tut mir leid, wenn ich einfach so an deine Sachen gegangen bin.“, entschuldigt er sich sofort und ich winke nur ab.

Schon in Ordnung. Deine Brötchen sind sicherlich besser, als die im Ofen.“, grinse ich und nehme die Tüte, die er neben die Maschine gestellt hat. „Ich geh nur eben Levi wecken, dann können wir frühstücken.“

Edwards Sicht:

Ich weiß gar nicht, wieso ich überhaupt hier bin. Eigentlich sollte ich mich von ihr fernhalten, aber es klappt einfach nicht. Sie ruft etwas in mir wach, was ich nicht mehr von mir gekannt habe, aber irgendein Teil von mir, ist gar nicht so abgeneigt gegen diese Seite von mir. Mein Beschützerinstinkt ist in dem Moment zum Leben erwacht, als ich von Levi erfahren habe. Eigentlich sollte mich seine Existenz nicht beeinflussen, ob ich seine Mutter mag, aber ich habe sie schon vorher gut gefunden. Mehr als mir lieb ist und ich will sie nicht wieder aus meinem Leben verschwinden sehen. Das ich solch Gedanken habe, müsste mich eigentlich mehr beunruhigen, als es in Wirklichkeit in mir auslöst.

Aus dem Nebenzimmer kommt aufgeregtes Gequatsche und dann stürmt ein aufgeregter Levi in die Küche. Dicht gefolgt von Isa. Sie schüttelt nur den Kopf über ihren Sohn, aber er bleibt aufgeregt vor mir stehen.

Kommst du jetzt öfters hier zu Besuch?“, fragt er mich sofort, als wäre es das normalste auf der Welt.

Wenn deine Mummy nichts dagegen hat.“, antworte ich ihm und er dreht sich auf einem Fuß um – ich bestaune seine Künste schon wieder – und er schaut Isa fragend an.

Abwarten, Liebling.“, weicht sie der Antwort aus und ich kann sie verstehen. Sie möchte ihm noch nichts versprechen, weil sie auch nicht weiß, ob zwischen uns überhaupt etwas passieren wird und wenn nicht, wie schnell suche ich das weite. Sie will ihren Sohn nicht verletzen, wenn ich plötzlich wieder verschwunden bin.

Er dreht sich erneut zu mir um und schaut mich nun eindringlich an. Er scheint mich von oben bis unten zu mustern und nickt dann zustimmend.

Ich mag dich.“, stellt dieser fest und ich schaue ihn erstaunt an. Dann weicht mein Blick zu Isa und sie lächelt ein wenig zurückhaltend.

Mein Sohn.“, sagt sie als Feststellung und schüttelt den Kopf. „Frühstück, Spatz. Komm setz dich.“

Lächelnd lassen wir uns nun an den Tisch nieder und machen uns fast über das Essen her. Dabei erzählt Levi aufgeregt, was er heute alles machen will, aber Isa muss ihn bremsen, da er gar nicht zum Kindergarten darf. Daraufhin schmollt er und will gar nichts mehr essen.

Wir sehen uns dann heute Abend.“, sage ich leicht süffisant und Isa kann nur noch nach Luft schnappen, bevor sie den Kopf schüttelt und ich aus dem Haus bin. Ich muss sie einfach aus ihrem Schneckenhaus herauslocken und wenn ich es mit ein wenig Aufdringlichkeit hinkriege, dann bin ich zufrieden. Ich werde nie der komplett Alte werden können, denn dafür bin ich schon viel zu lange ein Macho, aber ich will für mich ein passendes Mittelmaß finden.

Isas Sicht:

Ich stehe immer noch an der Tür, obwohl Edward schon vor gut zehn Minuten verschwunden ist. Aufdringlich. Anders kann ich dieses Gehabe nicht erklären. Aber ein Teil von mir gefällt dieses Gehabe und so stehe ich inzwischen lächelnd dort.

Mummy.“, fordert mein Sohn meine Aufmerksamkeit, woraufhin ich die Tür zuwerfe und mich umdrehe.

Also was wollen wir heute machen? Du hast mich heut für mich allein.“, frage ich meinen Sohn grinsend, aber als ich in sein Gesicht blicke erstarre ich. Sein Gesicht ist schwitzig und ich kann von hier sehen, wie er am ganzen Körper glüht. Sofort bin ich wieder in Alarmbereitschaft. Ich gehe vor ihm auf die Knie, streiche ihm sein Haar aus dem Gesicht und mit meinem Handrücken bleibe ich auf seiner Stirn liegen. Er muss wieder starkes Fieber haben und die Mittel lassen nach. „Es wird gleich wieder besser, Liebling.“, sage ich sanft und nehme ihn hoch. Ich weiß, dass er Körperwärme nicht ertragen kann, aber ich möchte ihn auch nur in sein Bett bringen. Ich lege ihn sanft auf sein Bett und streiche ihm nochmal kurz über die Stirn, bevor ich ihm zuflüstere, sofort wieder an seiner Seite zu sein und dann leise das Zimmer zu verlassen. Aus dem Schrank im Badezimmer hole ich ein kleines Handtuch, wickele es zu einer Rolle und tränke es mit kaltem Wasser. Ich bring es meinem Sohn, um es ihm auf die Stirn zu legen und gehe dann zurück in die Küche, wo ich seine Medikamente aufbewahre. Ich nehme die entsprechenden heraus und gehe damit erneut zu meinem Sohn. Ich überrede ihn dazu, sie zu schlucken und er legt sich zurück aufs Bett. Da ich weiß, dass er nun sowieso noch nicht schläft, nehme ich eine DVD aus dem Schrank und mache sie an. Ich hole noch ein Glas Wasser und setze mich neben meinen Sohn aufs Bett. Mein Handy habe ich neben mir liegen.

Während des Filmes, trinkt Levi immer wieder ein paar Schlucke des Wassers und zum Ende hin ist er endlich eingeschlafen. Als der Film zu Ende ist, schleiche ich mich aus dem Zimmer und mache mich daran, etwas im Haushalt zu machen. Dabei wandern meine Gedanken immer wieder zu Edward, der heute wieder vorbeikommen wird und wieder verbringen wir den Abend miteinander. Sollte ich mir wirklich Gedanken darüber machen, wie der Abend verläuft, oder sollte ich es nicht einfach auf mich zu kommen lassen? Ich kann mich weiter verstecken, oder ich fange endlich zu Leben an. Edward ist vielleicht nicht der Richtige für mich, aber lieber genieße ich nun den Moment, als mir später Vorwürfe zu machen.

Zwei Stunden später wird Levi erneut wach, hat seinen Fieberschub noch nicht überstanden. Während ich Levi erneut ins Bett bringe, kommt eine SMS auf mein Handy, aber ich kann mich erst darum kümmern, als Levi neben mir eingekuschelt einschläft.

Ich hoffe, Levi geht es soweit gut. Ich danke dir für den schönen Morgen. Was magst du lieber: Italienisch oder Mexikanisch? Grüße, Edward

Ich muss trotz des Morgens lächeln. Ich streiche meinem Sohn durchs Haar, während ich schnell die Tasten meines Handys tippe.

Levi leidet wieder unter Fieberschüben, aber das wird schon wieder. Italienisch. Grüße, Bella

Keine zwei Minuten später bekomme ich eine Antwort.

Ich bring für deinen kleinen Mann noch etwas mit, dann wird es ihm bald wieder besser gehen.

Jetzt muss ich die Nachricht mehrmals lesen, bevor ich die Worte dahinter verstehe. Er sorgt sich um Levi. Er akzeptiert, dass ich einen Sohn habe. Mir wird ganz warm, während ich meinen Sohn sanft in meinen Armen wiege.

Drei Stunden später...

Ich habe mich gerade aus den klammernden Armen meines Sohnes befreien können, als es an der Tür klingelt. Für Edward eigentlich noch ein wenig zu früh, aber wer weiß das schon so genau. Ich schließe leise die Tür hinter mir und gehe dann zur Haustür. Tatsächlich steht aber Angela davor und grinst mich schelmisch an.

Du hättest mir doch mal wenigstens sagen können, dass du die Uni schwänzt, dann hätte ich das auch tun können.“, ereifert sie sich auch sofort. Das habe ich ja vollkommen vergessen. Ich war gestern so neben der Spur, dass ich das gar nicht mitbekommen habe.

Es tut mir leid. Levi ist krank und muss zuhause bleiben.“, sage ich entschuldigend, während Angela sich an mir vorbei in die Küche schiebt. Dort macht sie sich leckeren Kaffee und schüttet mir auch noch eine Tasse ein, die sie mir auf den Fuße reicht. Ich nippe daran, während sie sich an den Küchentisch setzt.

Dafür brauchst du dich doch nicht entschuldigen, Isa. Ich würde dir niemals einen Vorwurf daraus machen.“, sagt Angela sofort. Als es dann erneut klingelt, scheint meine Situation perfekt zu sein. Das wird dann wohl Edward sein. Ich öffne gerade die Tür, als sich die Tür zu Levis Zimmer öffnet. Seufzend lächele ich Edward entschuldigend an, deute auf die Küche und gehe dann vor meinem Sohn in die Hocke. Während ich ihm in die verschlafenden Augen schaue, streiche ich ihm über die glühende Stirn und nehme ihn dann hoch.

Du kriegst sofort deine Medikamente, dann geht es dir wieder besser.“, flüstere ich, während ich Edward in die Küche folge. Angelas Augen sind weit aufgerissen, während sie zu stottern beginnt.

Ihr kennt euch ja schon.“, sage ich überflüssigerweise und Edward schaut über die Schulter zu mir und grinst mich frech an, während er sich wieder an Angela wendet.

Ich kann meinen Charme spielen lassen.“, sagt dieser lässig, bevor er sich neben den Kühlschrank stellt und seine Einkäufe darin verstaut. Ich habe gedacht, er würde etwas von Italiener mitbringen, aber das er vorhat mit mir zu kochen, überrascht mich. Stören tut es mich aber nicht.

Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, Isa. Es ist aber eine freudige Überraschung. Besonders das du ihm von Levi erzählt hast.“, sagt Angela nun, da sie sich wieder gefangen hat.

Edward macht bei dem Kinderarzt sein Praktikum, deswegen weiß er von Levi. Danach habe ich ihn hierher eingeladen, damit wir reden können. Das Treffen heute hat er mir aufgezwungen.“, grinse ich ihn frech an, bevor ich Angela anschaue. Gleichzeitig fülle ich ein Glas mit Wasser und überrede Levi dazu, dass ganze Glas zu trinken.

Isa, du musst dich nicht vor mir rechtfertigen. Es ist gut.“, sagt diese beschwichtigend und wedelt grinsend mit der Hand. „Ich will dann auch nicht weiter stören.“

Sie umarmt mich um Levi herum, winkt Edward grinsend zu und verschwindet, bevor ich überhaupt irgendwas gemerkt habe.

Du hast eine wirklich interessante Freundin.“, grinst Edward nun, als er sich zu mir umgedreht hat.

Das hab ich wohl.“, sage ich murmelnd. Jetzt stehe ich hier wie angewurzelt und weiß nicht, wie ich Levis Medikamente fertig machen soll, wenn ich ihn auf den Arm habe, aber absetzen kann ich ihn jetzt auch nicht, weil er das sicherlich nicht wollen würde. Wütend auf mich selbst, trete ich von einem Fuß auf den anderen.

Soll ich dir irgendwo bei helfen?“, fragt Edward mich gelassen.

Ähm...“, dabei überlege ich, was ihm lieber wäre. Levi auf den Arm nehmen, oder die Medikamente dosieren.

Ich müsste seine Medikamente fertig machen.“, sage ich seufzend.

Dann komm, ich nehme ihn dir ab, ich habe sowieso was für ihn.“, sagt er und kommt einen Schritt auf mich zu. Levi schaut zu ihm auf. Seine Augen sind zwar ein wenig milchig durch die Grippe, aber trotzdem leuchten sie bei den Worten von Edward auf.

Möchtest du, dass Edward es dir zeigt?“, frage ich ihn lächelnd, weil ich weiß, dass Edward niemals was unangemessenes für Levi holen würde. Levi nickt eifrig und ich halte ihn Edward hin. Dieser übernimmt ihn vorsichtig und hält ihn an seiner Brust fest. Lächelnd mache ich nun die Medikamente fertig, während ich das leise Gespräch von Edward und Levi mithören kann.

Schau mal her. Wir füllen den gleich mit Wasser und legen den für eine Stunde in den Gefrierfach. Dann haben wir eine kühles Kissen, der deine Stirn kühlen kann und dabei unglaublich toll aussieht.“, lächelt Edward meinen Sohn an und dieser quiekt vor Freude auf. Trotz Krankheit freut er sich. Ich drehe mich nun um und beobachte meinen Sohn.

Oh ja.“, ruft mein Sohn aus und nimmt das Kühlkissen in Form von Superman an sich und betrachtet es von allen Seiten. „Mummy, mit Wasser füllen.“, fordert mein Sohn mich nun auf und streckt es mir hin. Ich nehme es entgegen, öffne den Verschluss und fülle es wie angegeben mit Wasser. Danach lege ich es ins Gefrierfach.

Dann nimmst du aber jetzt deine Medikamente, Liebling.“, sage ich und halte ihm den Löffel hin. Mit dem Mund den er verzieht, umschließt er den Löffel und schluckt das Zeug in einem Schluck herunter. Edward beugt sich an sein Ohr, um ihm etwas ins Ohr zu flüstern.

Mummy, Mummy. Es gibt gleich lecker zu Essen. Edward kocht für uns.“, sagt er frohlockend, als Edward ihn auf die Beine stellt. Wiedererwartend beginnt er nicht zu schreien, sondern turnt fast lebendig aus der Küche und in sein Zimmer.

Also, du hast beschlossen zu kochen?“, frage ich ihn grinsend und lehne mich an den Kühlschrank.

Etwas leckeres, wenn du dir sorgen machen solltest. Und Kinderfreundlich, versprochen.“, sagt Edward mit einem leichten Lächeln auf dem Gesicht.

Das ist sehr freundlich von dir. Ich weiß nur nicht, ob ich dir glauben soll, dass du kochen kannst.“, zweifele ich ein wenig an und Edward lacht nur entrüstet auf.

Dann werde ich es dir einfach beweisen müssen.“, sagt Edward selbstsicher und kommt einen Schritt auf mich zu. Plötzlich liegt eine Hand auf meiner Wange und sein Kopf kommt meinem mehr als Nahe. Seine Lippen streichen erst kaum spürbar über meinen Mund, bevor er nochmal etwas stärker gegen meinen Mund mit seinen Lippen drückt. Instinktiv erwidere ich den Kuss und finde meine eigene Hand in seinem Haar wieder. Dieser Moment hält nicht lange an, da Edward sich vorsichtig zurückzieht. Ich weiß, dass es besser ist, aber gefallen muss es mir trotzdem nicht.

Dann beweise es mir mal.“, gluckse ich aufgeregt. „Kann ich dir denn irgendwo helfen?“

Nur den Tisch decken. Ich möchte dich heute einfach nur mal verwöhnen.“, sagt er aufrichtig.

Auch wenn mir das nicht richtig gefällt, lasse ich es heute ausnahmsweise zu, weil ich wirklich gespannt bin.“, grinse ich ihn an.

Wie gnädig, Mum.“, gluckst er, beugt sich erneut zu mir herunter und küsst mich nochmal kurz, bevor er die Zutaten wieder aus dem Kühlschrank holt. Was Nudeln darin zu suchen haben, frage ich mich zwar einen Moment schon, aber das schreibe ich gerade dem Chaos zu, der gerade noch in der Küche geherrscht hat.

Ich hole nun Teller aus dem Schrank, decke den Tisch, nehme Gabeln aus der Schublade – störe Edward dabei kurz – und drapiere sie neben den Tellern. Danach nehme ich das Kühlkissen aus dem Fach und gehe nun leise ins Kinderzimmer, wo mein Sohn auf dem Boden sitzt und seinen Holzzug hin und her schiebt.

Schau mal, Levi.“, dabei halte ich das Kissen in der Höhe.

Muss ich dafür ins Bett?“, fragt er mich mit ruhiger Stimme.

Besser wäre es, Liebling. Später gibt es dann leckeres Essen.“, sage ich liebevoll und Levi klettert etwas schwerfällig ins Bett. Sanft wickele ich das Kissen noch in ein dünnes Tuch und lege es dann auf Levis Stirn. Dieser seufzt nun wohlig auf.

Bleibst du hier, Mummy?“, fragt er nun mit piepsiger Stimme.

Wenn du das möchtest, Liebling.“, erwidere ich nur und lege mich wieder neben meinen Sohn. Er kuschelt sich an meine Seite und schließt die Augen. Das Kühlkissen liegt weiterhin auf seiner Stirn.

Es ist ein wenig ungewohnt, dass Edward in meiner Küche kocht und ich hier faul im Bett meines Sohnes liege, aber ich soll ihm ja nicht helfen. Trotzdem muss es mir nicht gefallen. Zum Glück habe ich ein kleines Buch unter dem Bett meines Sohnes versteckt, sodass ich jetzt nicht auch einschlafe. Ich ziehe es heraus und schlage die Seite auf, bei der ich letztes Mal aufgehört habe. Ich weiß nicht, wie lange ich gelesen habe. Aber allzu viele Seiten konnte ich auch nicht lesen, weil ich viel zu abgelenkt war, wenn Edward geflucht hat oder die Pfannen am scheppern waren. Als ich herüber gehen wollte, um ihm doch zu helfen, hat sich mein Sohn nur fester an mir festgehalten. Jetzt steckt Edward mit drei Tellern den Kopf ins Kinderzimmer und als er uns dort liegen sieht, lächelt er leicht, bevor er hereinkommt.

Schatz, Abendessen.“, flüstere ich meinem Sohn ins Ohr, schiebe das Buch wieder in sein Versteck und versuche mich wenigstens ein wenig aufzurichten. Ich nehme das Kühlkissen zur Seite, als Levi die Augen aufschlägt und zu quengeln beginnt. Ich ziehe ihn in eine sitzende Position und streiche ihm seine Haare aus der Stirn. Er glüht noch immer ein wenig, aber es ist schon ein wenig besser.

Ich dachte, Spagetti Bolognese lieben alle Kinder. Sogar mit etwas zu langen Nudeln.“, lächelt Edward, als er sogar den kleinen Tisch fürs Bett hervorzieht.

Oh ja.“, sagt mein Sohn ein wenig euphorisch.

Danke.“, sage ich einfach und Edwards lächeln wirkt noch freudiger. Levis kleine Portion stellen wir ihm mit dem Tisch direkt vor die Nase und Edward und ich setzen uns auf den Boden, um ordentlich zu essen. Ich nehme eine Gabel davon und schiebe sie mir in den Mund. Es ist wie eine Geschmacksexplosion auf der Zunge und ich liebe sein Essen.

Ich stelle dich als meinen persönlichen Koch ein.“, schmatze ich grinsend und schaue Edward an, der mich schmunzelnd beobachtet.

Ich glaube aber schon, dass du noch besser darin bist.“, sagt er einfach nur darauf und ich schnaube.

Erst mir beweisen wollen und dann bescheiden sein. Nicht mit mir.“, sage ich ernst.

Lecker, Eddi.“, sagt mein Sohn und ich muss leise kichern. Das hat er nur verdient. Sich schlechter machen, als er ist. Soweit kommt´s noch.

Freut mich, dass es dir schmeckt, Levi.“, lächelt Edward meinen Sohn an.

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Die Woche zuhause verläuft fast wie der erste Tag, nur das ich ab dem dritten Tag selber einkaufen musste, weil ich absolut nichts mehr im Haus hatte. Zum Frühstück hat Edward Brötchen vorbeigebracht, konnte aber nicht immer mitessen und zum Abendessen haben wir uns etwas bestellt oder einer von uns hat gekocht. Die Woche war trotz Levis Krankheit wirklich schön und ich konnte mich wirklich gut mit ihm unterhalten. Zeit weilen kommt sein Machogehabe zu Tage, aber niemals vor Levi, weswegen ich es bis zu einem bestimmten Grad akzeptiere. Edward hat mir erzählt, dass er mal anders war und durch die Umstände wurde er zu einem Macho. Er hat mir auch eines Abends gestanden, dass er das Bedürfnis hat, wieder der Alte zu werden, aber das ist nicht leicht. Dafür war er viel zu lang der Böse in der Familie, um es von einen auf den anderen Tag zu ändern. Ich möchte ihm gerne die Zeit geben, weil ich ihn mag und ich auch gerne diese Seite kennenlernen möchte.