Mittwoch, 27. Januar 2016

Wie plane ich meine Geschichten? | FanfictionTalk #4

Haay :),

heute habe ich mal wieder ein neuen FanfictionTalk für euch :) In diesem Post möchte ich einfach mal loswerden, wie ich auf meine Geschichten komme und sich dann ein Plan in meinem Kopf bildet.

Es ist eigentlich ganz unterschiedlich. Manchmal liege ich schon im Bett und versuche zu schlafen. Immer, wenn mir dann eine Idee kommt, überlege ich mir dreimal, ob ich sie noch aufschreibe oder nicht. Häufig sag ich mir, wenn ich sie morgen nicht vergessen habe, dann sollte ich sie in die nähere Auswahl nehmen. Meistens gehen mir dadurch echt gute Ideen verloren, aber wenn ich sie nicht behalten kann, sind sie wohl auch nicht so gut.

Also wenn ich mich am nächsten Tag daran erinnern kann, dann schreibe ich sie mir meistens erst mal auf. Entweder in eine Open Office Datei oder auf einen Block, oder ähnliches. Es muss nur festgehalten werden, dass ich es nicht doch vergesse. Manchmal erinnere ich mich auch erst Abends wieder daran, aber dann habe ich auch mehr Zeit, um über meine Idee nachzudenken. Viele lassen sich einfach nicht umsetzen, sei aus Gründen, dass es nach zwei Kapiteln wieder eine Ende finden würde.

Vielleicht kann ich euch an einem Beispiel erklären, wie sich dann die einfache, rohe Idee zu einer ausgeschriebenen Geschichte entwickelt.
Dafür nehme ich einfach Campus Liebe zur Hand.

Ich hatte diese Geschichte zeitgleich mit einer weiteren Idee. Ich habe auch beide begonnen, weil ich sie recht gut fand. Da ich nicht beide Geschichten gleichzeitig ausarbeiten kann, musste ich mich irgendwann für eine von Beiden entscheiden. Also legte ich eine zur Seite, obwohl ich dort schon weiter war zur Seite und habe mich nun vollständig auf Campus Liebe konzentriert.

Zu Anfang war meine Idee ganz simpel.
Isa (Isabella Swan) hat ein Kind und geht zur Uni. Trifft dort auf Edward (Edward Cullen), der ein Player ist.

Mehr hatte ich zu Anfang nicht zur Verfügung. Jeder Anfang ist schwer und so habe ich versucht, eine Liste von Kapiteln zu erstellen, wie meine Geschichte ungefähr laufen sollte. Ich habe versucht den roten Faden aufzubauen, was wirklich schwer ist und beim Beginn des Schreibens diesen direkt wieder zerstörst. Im Groben planst du deine Kapitel. Das soll hier passieren, dass im nächsten Kapitel.

Bei einem Kapitel kommst du so gut voran, dass daraus mal eben zwei Kapitel werden. Andere Kapitel fallen dir wiederum so schwer, dass du nur Probleme hast, überhaupt eine ordentliche Länge an den Tag zu legen. Aber das bringt einen dazu, dass sich dein roter Faden verschiebt, deine Planung eine andere wird. Am schlimmsten ist, wenn du an einem Punkt kommst, wo du nicht mehr weiter kommst. Du glaubst, die Spannung geht dir Flöten und du stehst vor einer großen Schreibblockade. Was machst du? Du überlegst und überlegst. Was könnte passieren, damit du deiner Geschichte Schwung und Spaß verleihen kannst? Richtig, du verschaffst den Protagonisten ein neues Chaos, was sich schließlich über viele neue Kapitel zieht.

Dies löst natürlich dein gegenwärtiges Problem, aber die entstehenden sind manchmal viel größer. Es heißt daraufhin wieder recherchieren, immerhin willst du so nah wie möglich an der Realität (wenn es keine Fantasie Geschichte ist) bleiben, aber das ist gar nicht so leicht. Dann gibt es natürlich Unterschiede zwischen den USA und Deutschland und wenn du dich entschließt, deine Geschichte in den USA spielen zu lassen, musst du auch deren Regeln kennen. Da die richtigen Seiten zu finden, ist dabei nicht sehr einfach.

Aus dieser Lösung ergibt sich aber auch ein anderes Problem. Du verlierst deinen roten Faden völlig aus den Augen und auch deine Planung wirfst du über den Haufen. An diesem Punkt kannst du dir überlegen:
  • Entweder du schreibst ohne großen Plan weiter, weil der vermutlich auch im weiteren Verlauf wieder über den Haufen geworfen wird
  • oder du löscht den Teil der Geschichte – der dich aus dem Konzept gebracht hat – und hältst an deinem ersten Plan fest
  • oder du machst dir immer wieder einen neuen Plan.

Meine Planung bestand am Anfang aus zwei DIN A4 Seiten Kapitel. Ganz grob mit Überschriften die Anzahl der Kapitel festgelegt. Ich glaube, ich habe den Plan nach zwei Kapitel in die Ecke gepfeffert, weil der totaler Mist war. Das fällt dir natürlich erst auf, wenn du schon angefangen hast. Aber auch das ist normal. Deine Geschichten verändern sich nun mal in deinem Kopf und beim Schreiben veränderst du minimal etwas und schon kann sich die ganze Geschichte verändern. Du lenkst die Geschichte um, formst deine Gedanken in deine eigene Richtung und merkst es erst richtig, wenn du deinen Plan an die Wand gefahren hast.

Aber nach all diesen Strapazen, ist doch wohl am wichtigsten, dass deinen Lesern die Geschichte gefällt. Das sie gut ankommt, obwohl du hier oder da mal einen Cliffhanger eingebaut hast. Dass der Leser genauso am Ball bleibt, wie du und das ist wohl das wichtigste. Das was wirklich zählt, wenn du FANFICTIONS schreiben willst.

Okay, ich glaube, das wichtigste habe ich in Worte gefasst und momentan gibt es nicht mehr zu sagen. Lasst mir ruhig eure Meinung da, wie ihr das findet :)

Lg Jeanne Dawn


PS: Teil 2 von konstruktiver und destruktiver Kritik wird auch noch folgen.

Kommentare:

  1. Du hast einen tollen Bericht geschrieben :) Mein Abo hast du :)

    Liebe Grüße
    Ella
    www.ella-liebt.de

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    1. Ich danke dir :)
      Ich hab dir auch mein Abo dagelassen. Du hast ebenfalls einen interessanten Blog :)
      Lg Jeanne Dawn

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